Hämorrhoiden sind arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen. Wenn von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind meist vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden im Sinne eines Hämorrhoidalleidens gemeint, die Beschwerden verursachen.
Typische Symptome sind Blutungen, Druckgefühl, Juckreiz, Hautausschlag und im fortgeschrittenen Stadium Störungen der Stuhlkontinenz.
Bei der Durchführung werden die drei Hämorrhoidalen Knoten mit einer Klemme durch den Anus nach außen gezogen und dort präpariert. Deshalb wird diese Operationstechnik gelegentlich auch als 'Dreizipfelmethode' bezeichnet. Das Verfahren ist jedoch nicht zwingend für alle Knoten gleichzeitig anzuwenden. Genauso gut ist es auch zur Behandlung lediglich einzelner Segmente geeignet.
Der Operateur entscheidet, wo er Hautbrücken erhalten will und trennt das Hämorrhoidengewebe vom darunter liegenden Schliessmuskel. Nach Umstechen des Knoten wird normalerweise auch noch die Versorgungsarterie abgebunden. Damit kann späteren Blutungen vorgebeugt werden. Schließlich wird der Knoten mit einem Skalpell abgetragen.
Die dreieckförmigen Wunden, die zwischen jeweils mindestens 2 cm breiten intakten Brücken von Haut- und Analschleimhaut zurückbleiben, werden nicht vernäht, sondern müssen offen verheilen. Daher auch die Bezeichnung als Offenes Verfahren
OP-Dauer: 60 Minuten
Narkose: Vollnarkose
Klinikaufenthalt: ambulant
Nachbehandlung: ambulant oder stationär
Arbeitsunfähigkeit: keine